Unser achter Tag in Brasilien:

Am Morgen wurden noch schnell die Sachen gepackt, bevor es dann zum letzten Mal zur Fundacao das Artes ging. Nacheinander kamen wir Jugendlichen aus dem JuSO dort an, die meisten mit der ganzen Gastgeberfamilie. Schnell füllte sich der Platz in und um die Fundacao das Artes und bald passte kaum ein Koffer mehr in das Gedränge. Es wurden noch Telefonnummern und Facebooknamen ausgetauscht, hier und da hörte man noch leises Gelächter. Doch kurz darauf liefen schon die ersten Tränen von den Brasilianern sowie auch von den Deutschen. Die Koffer wurden in die Busse geladen und wie immer wurden noch viele schöne Fotos geschossen. Dann drängten die Betreuer uns dazu, in die Busse einzusteigen. Jedoch dauerte es eine ganze Weile bis sich alle noch einmal von den brasilianischen Freunden veranschiedet hatten und dann auf ihren Sitzen saßen, sodass wir abfahrbereit waren. Doch die Brasilianer wollte immer noch nicht abschied von uns nehmen und rannten weinend hinter den Bussen her. Es war eine sehr tolle Erfahrung für uns, bei der wir viele nette Menschen kennengelernt haben.

Wir hoffen alle, dass es eine Möglichkeit geben wird, dass das brasilianische Orchester uns in Stuttgart besucht.”

Marie Mestmacher, Viola

Nach einer mehstündigen Busfahrt von São Caetano do Sul nach Piracicaba wurden wir von Herrn Eckert begrüβt, der alles in Piracicaba für uns organisiert hatte, und bekamen in einem „All you can eat“ – „Churrasco“ Restaurant ein ausgiebiges, leckeres Mittagessen. Hier gingen die Kellner herum, und verteilten verschiedene Sorten von Fleisch von groβem Metallspieβen, außerdem gab es ein großes Buffet. Anschlieβend fuhren wir zu einem Freiteitzentrum, in dem wir uns für zwei Stunden vor dem Konzert ausruhen durften. Die meisten hielten ein Nickerchen im Park, während andere sich lieber sporlich beschäftigten. Um 17.30 Uhr hatten wir dann Anspielprobe im Theatro Municipal von Piracicaba. Dort wurden wir vom Komponisten Ernst Mahle begrüβt, der in Stuttgart geboren ist, seit über 60 Jahren in Brasilien lebt, dort komponiert und sich für die musikalische und kultrelle Bildung brasilianischer Kinder einsetzt. Nach dem wunderschönen Konzert, in dem wir Candide, Mahle, und Beethoven, sowie drei Zugaben (Mambo und 2x Tico Tico) gespielt hatten, durften wir in einer Pizzeria abendessen. Die Kellner brachten verschiedene Pizzen an die Tische, sodass sich jeder nach seinem Geschmack bedienen konnte. Zum Nachtisch gab es noch verschiedene Frucht- und Schokopizzen.