Unser elfter Tag in Brasilien:

Ziemlich müde, da wir erst spät ins Bett gekommen waren, saßen wir um halb acht in der Jugendherberge beim Frühstück.

Wir fuhren ins Zentrum von Curitiba, um uns die Stadt anzuschauen und um etwas des brasilianischen Geldes, von dem die meisten noch mehr als genug haben, auszugeben. Das war allerdings schwerer als gedacht, da es in der gesamten Einkaufsstraße nur einen einzigen Laden gab, in der man Souveniers und Postkarten kaufen konnte, den allerdings die meisten nicht gefunden haben, und der Rest der Geschäfte war ziemlich verkruschtelt. Wer eine Karte nach Hause schicken wollte, musste sich zusätzlich noch auf die Suche nach einer Post machen, um dort sechs Briefmarken zu kaufen, die man dafür braucht.

Weil es auf der Strecke von Curitiba nach Tatui keine Rastplätze mit gutem Restaurant gibt, aßen wir noch in Curitiba zu Mittag. Dann setzten wir uns wieder in die Busse, um erneut neun Stunden zu fahren. Wieder schliefen die meisten, andere schauten Filme oder lasen sich gegenseitig aus Büchern vor. Erst gegen neun Uhr abends erreichten wir den Bauernhof in der Nähe von Tatui, in dem wir vier Nächte verbringen werden. Nachdem wir endlich unsere Koffer wieder bekommen hatten, konnten wir unsere Unterkunft in Augenschein nehmen. Es ist ein sehr großes Anwesen mit vielen Tieren (Vögeln, Katzen, Hunden und einem kleinen Äffchen. Die Zimmer sind zwar für die Anzahl an Betten, die in ihnen stehen, relativ klein, und auch besonders viele Bäder gibt es nicht, dafür große Wiesen zum Hinlegen und einen (wenn auch sehr kalten) Pool, der gleich an diesem Abend noch ausprobiert wurde.