Unser zehnter Tag in Brasilien:

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Ilha do Mel

Nach dem leckeren Frühstück in der Jugendherberge auf der Insel packten wir unsere Sachen und fuhren mit dem Boot zur schmalsten Stelle der Insel, von der wir in die Bucht und aufs offene Meer schauen konnten. Dort angekommen konnten wir unser Gepäck, welches nicht allzu groß war, da wir unsere Koffer nicht mit auf die Insel nehmen durften, in einer anderen Jugendherberge lassen. Wir wurden von einem netten Brasilianer, Jeff,  entlang uriger kleiner Wege mit strohbedeckten Hütten geführt. Es nieselte schon den ganzen letzten Tag, deshalb waren alle unsere Sachen mehr oder weniger nass und klamm, trotzdem war die Freude groß, als wir auf der anderen Inselseite das Meer  sahen. Schnell wurden ein paar Muscheln und Steine gesammelt, ein Gruppenfoto gemacht und dann mussten wir den Strand schon wieder verlassen. Der Inselspaziergang war damit jedoch noch nicht beendet: Wir durften noch auf einen kleinen Berg steigen, von dem wir einen wunderbaren Ausblick hatten, sowohl Richtung Festland als auch auf das offene Meer. Uns hat der Inselausflug sehr gut gefallen und wir wären alle gerne noch länger geblieben, vor allem, wenn das Wetter etwas besser gewesen wäre.

Wieder auf dem Festland angekommen, bekamen wir ein sehr leckeres Lunchpaket mit Vollkornbrötchen und frisch gepresstem Orangensaft und traten dann mit dem Bus die Rückfahrt nach Curitiba an. Nach der etwa dreistündigen Fahrt setzten uns die Busse im Theatersaal ab, wo wir noch kurz für das Konzert probten. Durch die schlechte Luft in Sao Paulo, die Klimaanlage im Bus, das eiskalte Meerwasser und den Regen war fast das halbe Orchester erkältet.

Das war insoweit kontrapoduktiv, da das Konzert vom Fernsehen aufgezeichnet werden sollte. Allerdings hatten sich die meisten bis zur Probe wieder im Griff, was nicht zuletzt auf die fürsorgliche Betreuung von Frau Bach und Frau Tesch zurückzuführen war.

Das Konzert begann dann wie gewohnt mit der Candide-Ouvertüre und es folgte das Saint-Saëns Cellokonzert, in dem Ludwig trotzt seiner starken Erkältung eine bravuröse Leistung erbrachte. Nach der Pause spielten wir Mahle und Beethoven. Zum Schluss setzten wir wieder unsere Sonnenbrillen auf und spielten Tico Tico vor dem begeisterten Publikum.

Gegen halb eins erreichten wir dann endlich die Jugendherberge in Curitiba, wo wir uns bemühten, schnell schlafen zu gehen, da wir am nächsten Tag erneut früh aufstehen mussten.