Arraso puro!!!

JuSO Brazil - Arraso Puro!!!

JuSO Brazil - Arraso Puro!!!

Unser siebter Tag in Brasilien:

Den Vormittag verbrachten alle mit ihren Gastfamilien, zum Teil am Strand, auf dem Flohmarkt, beim Shoppen oder einfach zu Hause; es war die erste Gelegenheit, einmal richtig auszuschlafen.

Um 16:00 Uhr trafen dann alle (mehr oder weniger pünktlich) zur Generalprobe vor dem gemeinsamen Konzert im Theatro Machado ein.

Ab 19:30 Uhr sammelten sich bereits die Zuhörer vor dem Eingang des Theatro, bis zum Konzertbeginn war dann auch der Konzertsaal bis fast auf den letzten Platz gefüllt. Auf dem Konzertprogramm standen diesmal zwei Stücke von Edmundo Villani-Cortes, der ebenfalls im Publikum saβ, Djopoi und die Ouvertüre zur Oper “Poranduba“ sowie Beethovens fünfte Sinfonie. Das Dirigat über die beinahe 130 Musiker der beiden Orchester teilten sich Alexander G. Adiarte und Gerando Olivieri Junior. Das begeisterte Publikum forderte mehrmals zu einer Zugabe auf. Im Anschluss ans Konzert wurden auf der Bühne noch letzte Gruppenfotos geschossen, Facebook-Kontakte ausgetauscht und noch einmal herzlich miteinander gescherzt, gelacht und man bereitete sich mental schon auf den Abschied vor, da am nächsten  Morgen für deas JuSO die Abreise nach Piracicaba bevorstand.

Ein Bericht vom freien Vormittag:

„Meine Gastmutter Liana und ich  haben es genossen, zum ersten Mal in Ruhe frühstücken zu können. Ich probierte eine Frucht namens Atemoya (grün, pickelig und sehr süβ) und einen Guave (sehr kernhaltig). Dann machten wir uns auf den Weg zu „Liberdade“, dem japanischen Viertel in Sao Paulo. Dort angekommen sahen wir uns noch die groβe Kathedrale an der Praca de Se an. Der Platz vor der Kirche ist fast komplett in der Hand von Bettlern, man sollte seine Tasche sehr gut festhalten und möglichst nicht zu lange stehen bleiben. Das japanische Viertel ist ein einziger groβer Markt, auf dem man praktisch alles kaufen kann: illegal gebrannte DVDs über deutsche Philosophen ebenso wie japanisches Kunsthandwerk. Ich habe bei einem Straßenhändler eine weitere Frucht probiert, riesig und grün, die mir aber nicht sehr gut geschmeckt hat. Nachdem wir genug vom Gedränge der engen Straßen hatten, fuhren wir zurück nach Sao Caetano. In einer Samba- Bar haben wir ein brasilianisches Samstagsessen bekommen: Reis mit schwarzen Bohnen, Speck und Wurst.“

-Laura Marti-Becker, Horn

Unser neunter Tag in Brasilien:

Die Nacht im Bus war mehr oder weniger erholsam. Während es in einem Bus sehr kalt war, war es in dem Anderen so feucht und stickig, dass wir nichts mehr aus dem Fester sehen konnten. Deswegen waren wir alle sehr froh, als wir endlich in Curitiba ankamen und ein leckeres Frühstücksbuffet vorfanden. Das Wetter entsprach jedoch nicht unseren Vorstellungen: es regnete und hatte nur neun Grad. Anschließend haben wir unsere Instrumente in den Konzertsaal in Curitiba gebracht, in dem wir am Dienstag spielen werden. Wieder im Bus, fuhren wir noch drei Stunden, bis wir am Hafen von Pontal do Sul waren. Mit einem Boot setzten wir zur Ilha do Mel über. Dort bezogen wir eine gemütlige Jugendherberge, die aus einzelnen Hütten besteht. Sie befindet sich direkt am Strand, was viele ausnutzten, um trotz 14 Grad Luft- und 15 Grad Wassertemperatur baden zu gehen. Den Abend verbrachten alle in Decken gewickelt im Gemeinschaftsraum und spielten Billiard, Schach und Tischkicker.

Unser zehnter Tag in Brasilien:

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Ilha do Mel

Nach dem leckeren Frühstück in der Jugendherberge auf der Insel packten wir unsere Sachen und fuhren mit dem Boot zur schmalsten Stelle der Insel, von der wir in die Bucht und aufs offene Meer schauen konnten. Dort angekommen konnten wir unser Gepäck, welches nicht allzu groß war, da wir unsere Koffer nicht mit auf die Insel nehmen durften, in einer anderen Jugendherberge lassen. Wir wurden von einem netten Brasilianer, Jeff,  entlang uriger kleiner Wege mit strohbedeckten Hütten geführt. Es nieselte schon den ganzen letzten Tag, deshalb waren alle unsere Sachen mehr oder weniger nass und klamm, trotzdem war die Freude groß, als wir auf der anderen Inselseite das Meer  sahen. Schnell wurden ein paar Muscheln und Steine gesammelt, ein Gruppenfoto gemacht und dann mussten wir den Strand schon wieder verlassen. Der Inselspaziergang war damit jedoch noch nicht beendet: Wir durften noch auf einen kleinen Berg steigen, von dem wir einen wunderbaren Ausblick hatten, sowohl Richtung Festland als auch auf das offene Meer. Uns hat der Inselausflug sehr gut gefallen und wir wären alle gerne noch länger geblieben, vor allem, wenn das Wetter etwas besser gewesen wäre.

Wieder auf dem Festland angekommen, bekamen wir ein sehr leckeres Lunchpaket mit Vollkornbrötchen und frisch gepresstem Orangensaft und traten dann mit dem Bus die Rückfahrt nach Curitiba an. Nach der etwa dreistündigen Fahrt setzten uns die Busse im Theatersaal ab, wo wir noch kurz für das Konzert probten. Durch die schlechte Luft in Sao Paulo, die Klimaanlage im Bus, das eiskalte Meerwasser und den Regen war fast das halbe Orchester erkältet.

Das war insoweit kontrapoduktiv, da das Konzert vom Fernsehen aufgezeichnet werden sollte. Allerdings hatten sich die meisten bis zur Probe wieder im Griff, was nicht zuletzt auf die fürsorgliche Betreuung von Frau Bach und Frau Tesch zurückzuführen war.

Das Konzert begann dann wie gewohnt mit der Candide-Ouvertüre und es folgte das Saint-Saëns Cellokonzert, in dem Ludwig trotzt seiner starken Erkältung eine bravuröse Leistung erbrachte. Nach der Pause spielten wir Mahle und Beethoven. Zum Schluss setzten wir wieder unsere Sonnenbrillen auf und spielten Tico Tico vor dem begeisterten Publikum.

Gegen halb eins erreichten wir dann endlich die Jugendherberge in Curitiba, wo wir uns bemühten, schnell schlafen zu gehen, da wir am nächsten Tag erneut früh aufstehen mussten.