Stuttgart zeigt seine Baugeschichte auf wenigen Kilometern. Zwischen Fernsehturm, Marktplatz und Uni-Campus liegen mehr als 150 Jahre Architektur. Die Serie „Architektur-Spaziergang in Stuttgart“ bündelt diese Vielfalt in thematischen Routen. Sie führt zu 4 Stationen in der City, zu 7 spektakulären Campus-Bauten und zu 9 preisgekrönten Häusern am Haigst. Seit 2016 steht die Weißenhofsiedlung auf der Unesco-Weltkulturerbeliste. Der Überblick fasst zentrale Orte, Namen und Bauwerke zusammen.
Inhaltsverzeichnis
- Weißenhofsiedlung und Fernsehturm in Stuttgart
- Tagblatt-Turm und Horten-Fassade in der City
- Werner Sobek und Günter Behnisch auf dem Campus Vaihingen
- Bloch und Guggenheimer sowie Richard Döcker in Stuttgart
Weißenhofsiedlung und Fernsehturm in Stuttgart
Die Weißenhofsiedlung ist weltberühmt. Sie wurde 1927 errichtet und gehört seit 2016 zum Unesco-Weltkulturerbe. Das Ensemble steht für revolutionäres Bauen. Es prägte die Diskussion über modernes Wohnen weit über die Stadt hinaus.
Der Fernsehturm Stuttgart gilt als einer der schönsten Türme der Welt. Er wurde 1956 eröffnet. Mit 217 Metern Höhe war er der erste Fernsehturm aus Stahlbeton. Er setzte Maßstäbe für zahlreiche Nachfolgebauten.
Gebaut wurde in Stuttgart bereits intensiv im 19. Jahrhundert. Gründerzeitvillen und Jugendstilperlen sind bis heute erhalten. Auch Bauten nach 1945 prägen das Bild. Sie ergänzen das historische Erbe um neue Formen. Weitere Perspektiven auf Stadtbild und Entwicklung finden sich unter wie Stuttgart Moderne und Natur verbindet.
Tagblatt-Turm und Horten-Fassade in der City
Rund um den Tagblatt-Turm liegen 4 markante Stationen. Der Turm entstand 1928. Er war eines der ersten Hochhäuser Deutschlands. Heute steht er unter Denkmalschutz.
In der Steinstraße fällt die Horten-Kachel-Fassade ins Auge. Der Vier-Giebel-Bau ergänzt das Ensemble. Der Abriss eines bedeutenden Gebäudes brachte Stuttgart den Ruf einer Abriss-Stadt ein. Ein Neubau soll den Ort städtebaulich neu ordnen. Debatten über Stadtentwicklung und Nutzung von Raum werden auch unter Wohnungsleerstand in Stuttgart thematisiert.
Die Route ist kurz. Sie liegt mitten in der City. Alt- und Neubauten stehen dicht beieinander. Das Spannungsfeld ist sichtbar.
Weiterführende Informationen bietet die Stadt Stuttgart unter https://www.stuttgart.de.
Werner Sobek und Günter Behnisch auf dem Campus Vaihingen
Auf dem Campus in Stuttgart-Vaihingen finden sich 7 spektakuläre Bauten. Neben Betonriesen stehen luftige Pavillons. Innovative Türme ergänzen das Bild.
- D1244 von Werner Sobek
- Hysolar von Günter Behnisch
D1244 gilt als besonders leichtes Versuchshaus. Hysolar entstand als Forschungsgebäude für Solarenergie. Beide markieren technische Innovation. Entwicklungen in Wissenschaft und Technik der Region werden auch im Bereich Technologie gebündelt.
Die Serie zeigt zudem Wohnhäuser und Villen bedeutender Architekten. In einer kleinen Straße stehen 5 Stuttgarter Villen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Ein Lost Place liegt auf derselben Route. Am Ende wartet ein Aussichtspunkt.
Bloch und Guggenheimer sowie Richard Döcker in Stuttgart
Das jüdische Architekturbüro Bloch und Guggenheimer realisierte zahlreiche Projekte. Dazu zählen eine Bauhaus-Villa und die neue Synagoge. Ihre Arbeiten entstanden trotz des Drucks durch den Nationalsozialismus.
Ein Bauhaus-Spaziergang führt abseits der Weißenhofsiedlung durch Stuttgart. Richard Döcker, Bauleiter der Weißenhof-Siedlung, entwarf ein Wohnhaus in der Birkenwaldstraße. Es steht exemplarisch für die Moderne.
Weitere Routen widmen sich 7 Jugendstilbauten, 7 Betonriesen oder 9 Minihäusern. Sie reichen vom Kanonenhäusle bis zur Karlshöhe. Auch romantische Schwarzwaldhäuser am Killesberg sind Teil der Serie. Jede Strecke beleuchtet eine andere Epoche. Hinweise zu kulturellen Hintergründen der Stadt bietet auch mehr hier.
Stuttgart lässt sich so neu lesen. 4, 5, 7 oder 9 Stationen strukturieren die Wege. Die Architektur-Spaziergänge bündeln über 100 Jahre Baugeschichte auf engstem Raum.
FAQ
Was ist die Weißenhofsiedlung in Stuttgart?
Die Weißenhofsiedlung ist eine 1927 errichtete Wohnsiedlung in Stuttgart. Seit 2016 gehört sie zum Unesco-Weltkulturerbe und gilt als bedeutendes Beispiel des Neuen Bauens.
Warum ist der Fernsehturm Stuttgart architektonisch bedeutend?
Der Fernsehturm Stuttgart wurde 1956 eröffnet. Mit 217 Metern Höhe war er der erste Fernsehturm aus Stahlbeton und wurde zum Vorbild für viele ähnliche Bauwerke weltweit.
Welche Architekten prägten den Campus Stuttgart-Vaihingen?
Zu den prägenden Architekten zählen Werner Sobek mit dem Versuchshaus D1244 sowie Günter Behnisch mit dem Forschungsgebäude Hysolar.
Wer waren Bloch und Guggenheimer?
Bloch und Guggenheimer waren ein jüdisches Architekturbüro aus Stuttgart. Sie realisierten unter anderem eine Bauhaus-Villa und die neue Synagoge.
Quelle: STUTTGARTER ZEITUNG, MILEKCORP