Festivalstimmung auf dem Schlossplatz
Festivalstimmung auf dem Schlossplatz, Pixabay/Foto illustrativ

Tausende Menschen haben am Freitagabend auf dem Schlossplatz in Stuttgart den Spätsommer gefeiert. Das Vibrancy Open Air verwandelte die barocke Kulisse in ein Festivalgelände mit elektronischer Musik, Videoproduktion und Lichteffekten. Internationale Künstler wie das dänische Trio WhoMadeWho und der südafrikanische DJ Black Coffee sorgten für Höhepunkte.

Inhaltsverzeichnis:

Künstlerinnen Kiti Arsa, Khadija und VIKOSH eröffnen den Nachmittag

Bereits am frühen Nachmittag traten drei Künstlerinnen auf. Kiti Arsa, Khadija und VIKOSH eröffneten das Programm. Sie gelten in der Szene als Geheimtipps. Doch der Platz füllte sich erst gegen Abend. Besucherinnen und Besucher warteten auf die großen Namen. Die barocke Schlossfassade in warmem Orange und der Sonnenuntergang bildeten den Hintergrund für den Start in die Nacht.

  • 3 Auftritte junger Künstlerinnen
  • erste Besucher ab den frühen Nachmittagsstunden
  • volle Kulisse ab etwa 18:00 Uhr

Publikum zwischen 20 und 50 Jahren auf dem Schlossplatz

Gegen Abend zeigte sich die Vielfalt des Publikums. Die Altersgruppe reichte von Anfang 20 bis Mitte 50. Modisch dominierten Festival-Kleider, Leinenhosen, Bandanas und große Sonnenbrillen. Viele hielten ihre Handys in die Höhe. Bruno Wilhelm, ein Besucher, beschrieb die Szene als Mischung aus Tanz und ständiger Smartphone-Nutzung. Für viele stand auch das „Sehen und Gesehenwerden“ im Vordergrund.

  1. Festival-Looks prägen das Bild
  2. Besucher filmen ununterbrochen
  3. Tanzstimmung entsteht erst später am Abend

WhoMadeWho begeistert mit Live-Gesang

Für den ersten großen Höhepunkt sorgte WhoMadeWho. Das dänische Trio kombinierte Live-Gesang mit elektronischen Beats und ging immer wieder in Kontakt mit dem Publikum. Die Stimmung war zunächst entspannt, fast wie sommerliches Wippen. Gegen Ende ihres Sets nahm die Energie deutlich zu. Laut Beobachtungen begannen viele vor der Bühne intensiver zu tanzen.

  • Kombination aus Gesang und elektronischer Musik
  • zeitweises Singen in der Menge
  • langsamer Aufbau bis zum energiegeladenen Finale

Black Coffee bringt den Platz zum Tanzen

Ab 20:30 Uhr übernahm Black Coffee. Der in Durban geborene Star-DJ ist bekannt für Deep House mit afrikanischen Rhythmen und Jazz-Elementen. Er hat bereits mit Künstlern wie Drake, Pharrell und Usher zusammengearbeitet. Sein Auftritt lockerte die Stimmung sichtbar. Immer mehr Besucherinnen und Besucher tanzten im farbigen Licht der Strahler.

Fakt Details
Auftrittszeit 20:30 Uhr
Herkunft Durban, Südafrika
Kooperationen Drake, Pharrell, Usher
Konzert 2022 Madison Square Garden

Kritik an Organisation und Raumaufteilung

Trotz der guten Atmosphäre gab es Kritik. Der VIP-Bereich nahm fast so viel Fläche ein wie der Raum für das übrige Publikum. Damit stand die Idee eines gemeinsamen Erlebnisses infrage. Lange Schlangen an den Getränkeständen verstärkten die Unzufriedenheit. Besucherin Mia Hohenstatt bemängelte die Organisation. Sie wartete eine Stunde auf Getränke, betonte jedoch die gute Musik und den positiven Gesamteindruck.

  • großer VIP-Bereich schränkt Publikumsraum ein
  • zu wenige Getränkestände
  • lange Wartezeiten von bis zu 60 Minuten

Zweiter Teil mit Ben Böhmer

Am Samstagabend folgt Teil zwei des Vibrancy Open Air. Stargast ist Ben Böhmer aus Berlin, ein bekannter Live-Act der Szene. Er gilt als einer der spannendsten Namen der elektronischen Musik und dürfte erneut viele Menschen auf den Schlossplatz ziehen. Die Kombination aus Musik, Kulisse und spätsommerlicher Stimmung wird auch an diesem Abend den Charakter des Festivals prägen.

Quelle: Stuttgarter Zeitung, YouTube, DJ Music Room Official