Nur wenige Schritte vom geschäftigen Zentrum entfernt, lädt das Stuttgarter Bohnenviertel Ende Juli erneut zu einem der ältesten Straßenfeste der Stadt ein. Drei Tage lang erwartet Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm mit Live-Musik, Flohmarkt, regionaler Gastronomie und Aktionen für Kinder.
Inhaltsverzeichnis:
- Musik und Flohmarkt im Bohnenviertel
- Thomas Rodens und das Ziel des Festes
- Gassen, Höfe und schwäbische Spezialitäten
- Ein Fest mit Geschichte und Zukunft
Musik und Flohmarkt im Bohnenviertel
Das traditionelle Bohnenviertelfest findet von Donnerstag, 24., bis Samstag, 26. Juli, täglich von 17 bis 24 Uhr statt. Die Veranstaltung wird vom Handels- und Gewerbeverein des Viertels organisiert, der das Fest bereits seit über 25 Jahren ehrenamtlich vorbereitet. Am Samstag beginnt das Programm bereits mittags.
- Am Donnerstag und Freitag startet der Flohmarkt des Kindergartens Allerleirauh jeweils um 16 Uhr.
- Am Samstag öffnet der Markt bereits um 11 Uhr.
- Kinderschminken wird am Samstag auf dem Bolzplatz angeboten.
Zahlreiche Musikerinnen und Musiker sorgen für ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Die Atmosphäre zwischen den historischen Gassen und Innenhöfen ist dabei einzigartig. Bewohner öffnen ihre Höfe und verwöhnen Gäste mit Speisen und Getränken.
Thomas Rodens und das Ziel des Festes
Thomas Rodens vom Handels- und Gewerbeverein betont, dass das Fest nicht dem Profit dient. Vielmehr geht es darum, das Bohnenviertel als charmantes, lebendiges Stadtquartier zu präsentieren. Die Organisation des Festes erfolgt durch lokale Gewerbetreibende, Gastronomen und engagierte Anwohner – ohne kommerzielle Interessen.
Das Bohnenviertelfest ist für viele Menschen aus Stuttgart und Umgebung ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender. Generationen treffen sich dort, um in gemütlicher Atmosphäre zu feiern, zu essen, zu flanieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Konzept hat sich bewährt – seit einem Vierteljahrhundert.
Gassen, Höfe und schwäbische Spezialitäten
Das Bohnenviertel gilt als eines der ältesten Stadtquartiere Stuttgarts. Es liegt zwischen Charlottenplatz und Wilhelmsplatz, nur eine Straßenbreite von der Innenstadt entfernt. Enge Gassen, historische Fassaden und blühende Hinterhöfe prägen das Bild.
Zahlreiche Handwerker, Künstler und Händler sind im Viertel ansässig. Dazu zählen:
- Schmuckgestalter und Schreinereien
- Messebaubetriebe und Restauratoren
- Werkzeugspezialisten, Bäckereien und Antiquariate
- Schlossereien, Blumenläden, Hotels und Weinstuben
Die kulinarische Auswahl reicht von schwäbischer Hausmannskost bis zu internationalen Spezialitäten. Besonders zur Festzeit wird das Viertel zum Schaufenster seiner Bewohner – mit Offenheit, Lebensfreude und Sinn für Tradition.
Ein Fest mit Geschichte und Zukunft
Das Bohnenviertelfest vereint Kultur, Nachbarschaft und Handwerk an einem Ort. In malerischer Kulisse zwischen Brennerstraße und Rosenstraße entsteht jedes Jahr eine besondere Atmosphäre. Für viele ist das Fest ein Symbol dafür, wie Gemeinschaft, Engagement und Geschichte erfolgreich verbunden werden können.
Besucher erleben ein Stadtviertel, das seine Ursprünglichkeit bewahrt hat und gleichzeitig offen für Neues ist. Wer das Bohnenviertel besucht, entdeckt nicht nur ein Straßenfest, sondern ein Stück lebendige Stadtgeschichte mitten in Stuttgart.
Quelle: Stuttgarter Zeitung