Nach massiver Kritik an der Premiere wagt die Stutyard ein Comeback auf dem Messegelände in Stuttgart. Das Techno-Festival findet diesmal an zwei Terminen statt – am 13. und 20. Dezember 2025 – und soll mit einem überarbeiteten Konzept überzeugen. Der Veranstalter Deniz Keser verspricht mehr Platz, besseres Personalmanagement und optimierte Abläufe.
- Erwartet werden mehr als 15.000 Besucherinnen und Besucher.
- Das Festival findet in den Messehallen auf den Fildern statt.
- Am ersten Termin ist das Event bereits mit 9.000 Gästen ausverkauft.
Inhaltsverzeichnis:
- Deniz Keser setzt auf neue Organisation
- Großer Osteingang und neues Crowdmanagement
- Mehr Komfort in den Messehallen
- DJs und internationale Gäste
Deniz Keser setzt auf neue Organisation
Nach den Problemen im Dezember 2024 mit langen Warteschlangen, kalten Toiletten und defekten Spinden hat Keser das gesamte Konzept überarbeitet. Er kündigt „mehr Platz, mehr Personal, bessere Abläufe“ an. Die Kritik in den sozialen Medien war laut, doch das Team habe jedes Detail analysiert und zahlreiche Prozesse angepasst.
Der Veranstalter, der auch das SEMF und das Waranga Festival leitet, will zeigen, dass Lehren gezogen wurden. Schon jetzt belegt der Vorverkauf den Erfolg: Die Nachfrage nach Tickets ist groß, was an den hohen Verkaufszahlen zu erkennen ist. Für den zweiten Termin am 20. Dezember wurden bislang 6.000 Karten verkauft.
Zur Erinnerung: Die Polizei sprach nach der Erstauflage von einem „insgesamt friedlichen Verlauf“. Es gab 32 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz – deutlich weniger als beim Stuttgart Electronic Music Festival 2019 mit 139 Fällen.
Großer Osteingang und neues Crowdmanagement
Eine der größten Änderungen betrifft den Zugang. Erstmals wird der große Osteingang der Messe mit 20 Einlass-Schleusen genutzt. Damit sollen die Wartezeiten deutlich reduziert werden. Die Tore öffnen um 20 Uhr, die Musik beginnt um 21 Uhr. Keser betont, dass die Öffnungszeiten flexibel gehandhabt werden: Sollte der Andrang früher einsetzen, wird früher geöffnet.
Auch beim Thema Sicherheit wurde nachgebessert. Geplant ist ein erweitertes Crowdmanagement mit klarer Wegeführung, besserer Beschilderung und neuen Absperrungen. Ziel ist, Engpässe in den Hauptgängen zu vermeiden. Diese Maßnahmen sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen, der an erfolgreiche Musikereignisse wie das Jazz Open 2026 erinnert, die ebenfalls organisatorische Verbesserungen durchliefen.
Mehr Komfort in den Messehallen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Komfort und Ausstattung.
Die Anzahl der Spinde wurde verdoppelt, das Barpersonal verdreifacht, und drei zusätzliche Theken entstehen. Zudem werden die Toiletten erstmals in den Messehallen platziert – eine direkte Reaktion auf die Kritik des Vorjahres, als Besucher in der Kälte anstehen mussten.
Keser betont, dass das Team aus den Fehlern gelernt habe. Die Besucherinnen und Besucher sollen sich diesmal rundum wohlfühlen. Neben technischer Optimierung spielt die Logistik eine zentrale Rolle: kürzere Wege, besserer Zugang, weniger Staus.
Diese Veränderungen folgen einem Trend, den auch andere Veranstaltungen in der Stadt umsetzen. So zeigt etwa die neue Bühne in Stuttgart, wie wichtig Organisation und Besucherkomfort geworden sind.
DJs und internationale Gäste
Musikalisch bietet die Stutyard wieder ein starkes Line-up. Auflegen werden unter anderem Clara Cuve, Future.666, Kobosil und Somewhen. Damit bleibt das Festival seinem elektronischen Profil treu und knüpft an den Stil des Stuttgarter Nachtlebens an.
Besucherinnen und Besucher reisen nicht nur aus Baden-Württemberg, sondern auch aus dem benachbarten Ausland an. Karten für den zweiten Termin sind online unter stutyard.com erhältlich.
Mit dem überarbeiteten Konzept will die Stutyard ihre Position in der süddeutschen Festivallandschaft festigen – als modernes, sicheres und energiegeladenes Event. Auch in der Musikszene Stuttgarts reiht sich das Festival damit in eine Reihe starker Events ein, die in diesem Jahr stattfinden, etwa das emotionales Jahresende mit Ayliva in Stuttgart.
Die Stutyard setzt auf einen klaren Neustart – mit mehr Komfort, besseren Abläufen und einem deutlich verbesserten Festivalerlebnis für alle Gäste.
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Quelle: STUTTGARTER ZEITUNG